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#ETST2025 Europäischer Tag der Sprachtherapie am 6. März

  • Autorenbild: Schwermer Therapie & Praxis
    Schwermer Therapie & Praxis
  • 20. Feb.
  • 2 Min. Lesezeit

Die Sprachumgebung von Kindern bereichern


Wenn ein Kind sein erstes Wort spricht, ist das für viele Eltern ein unvergesslicher Moment. Doch wie lernen Kinder eigentlich sprechen? Und was können wir tun, um sie dabei bestmöglich zu unterstützen? Anlässlich des Europäischen Tages der Sprachtherapie macht der Deutsche Bundesverband für akademische Sprachtherapie und Logopädie (dbs) auf die Bedeutung einer vielfältigen Sprachumgebung aufmerksam. Unter dem Motto „Hilfen für den Sprachaufbau: Die Sprachumgebung von Kindern bereichern“ rückt der Aktionstag in den Fokus, wie Eltern, Erzieher:innen, Lehrkräfte und letztlich alle Bezugspersonen die sprachliche Entwicklung von Kindern gezielt unterstützen können.



Warum die Sprachumgebung so wichtig ist

Die meisten Kinder lernen ihre Muttersprache scheinbar mühelos. Wie ein Schwamm saugen sie neue Wörter auf und imitieren ihre Gesprächspartner:innen, indem sie z.B. kurze Sätze nachsprechen. Deswegen gilt: Je vielfältiger die sprachlichen Anregungen – der sogenannte „Input“ – sind, desto mehr können Kinder übernehmen. Dabei lieben sie Routinen und Wiederholungen: Der immer gleiche Kniereiter, das Lieblingsbuch oder ein vertrautes Kinderlied werden nie langweilig und unterstützen den Spracherwerb. In Gesprächen, z.B. beim Spielen, Basteln oder Einkaufen, ist darüber hinaus der Blickkontakt eine wichtige Informationsquelle für das Kind: Wo schaut der Gesprächspartner hin, worum geht es also gerade? „Schau mal, heute kaufen wir drei leckere Bananen.“ – durch Kommentare wie diese lernen Kinder nicht nur neue Wörter, sondern nach und nach auch die Grammatik ihrer Muttersprache. Fehler („Ich bin in die Kita gegeht.“) müssen dabei gar nicht angesprochen werden; die richtige Wiederholung reicht völlig aus („Du bist gestern in die Kita gegangen. Das ist ja toll!“).Das gilt übrigens genauso für Kinder, die mehrsprachig aufwachsen. Hier sollten Eltern und Bezugspersonen aber zusätzlich darauf achten, dass das Kind ausreichend Sprachinput in all seinen Sprachen erhält.



Wann Kinder professionelle Hilfe brauchen

Etwa 10% der Kinder eines Jahrgangs haben trotz vielfältiger Sprachumgebung Schwierigkeiten beim Erwerb ihrer Muttersprach(n). Das kann auf eine Sprachentwicklungsstörung (SES) hinweisen. Anzeichen dafür können sein: Ein sehr später Sprechbeginn, ein auffällig kleiner Wortschatz, eine unverständliche Aussprache oder ein eingeschränktes Sprachverständnis. In solchen Fällen reicht eine allgemeine Sprachförderung nicht aus und eine individuelle Behandlung durch Sprachtherapeut:innen oder Logopäd:innen ist notwendig. Eine frühzeitige Unterstützung verbessert die Entwicklungschancen erheblich. Eltern sollten daher nicht zögern, kinderärztlichen Rat einzuholen oder das Kind beim Pädaudiologen bzw. HNO-Arzt vorzustellen, wenn sie sich Sorgen machen.

Der dbs möchte das Bewusstsein für die Bedeutung von Sprachförderung und Sprachtherapie stärken. Zum Europäischen Tag der Sprachtherapie ruft der Verband daher dazu auf, allen Kindern eine sprachlich anregende Umgebung zu bieten und bei Bedarf frühzeitig professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

 
 
 

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